Verwahrungsverzeichnis

Durch das Gesetz zur Neuordnung der Aufbewahrung von Notariatsunterlagen und Einrichtung des Elektronischen Urkundenarchivs bei der Bundesnotarkammer ist die BNotK gesetzlich verpflichtet, als Urkundenarchivbehörde das Elektronische Urkundenarchiv zu betreiben, in dem jeder Notar unter anderem ein sogenanntes Verwahrungsverzeichnis (VVZ) zu führen hat.

Notare sind dafür zuständig, Geld, Wertpapiere und Kostbarkeiten, die ihnen von den Beteiligten übergeben sind, zur Aufbewahrung oder zur Ablieferung an Dritte zu übernehmen. Für diese Verwahrungen gelten besondere Anforderungen, zu denen u.a. eine genaue Dokumentation über den Inhalt und die Historie jeder einzelnen „Verwahrungsmasse“ gehört. So muss beispielsweise bei Notaranderkonten jede einzelne Überweisung genau nachvollzogen werden können und der gesamte Wertbestand aller Konten über einen Abgleich der Massen mit dem Verwahrungsbuch überprüfbar sein. Das VVZ löst für Verwahrungen, die ab dem 01.01.2022 beginnen, die zu diesem Zweck derzeit zu führenden Masse- und Verwahrungsbücher mit dem zugehörigen Namensverzeichnis sowie die Anderkontenliste ab. Die Bücher und Verzeichnisse werden heute entsprechend der in der jeweiligen Dienstordnung für Notarinnen und Notare (DONot) vorgegebenen Muster entweder ausschließlich in Papierform oder EDV-gestützt geführt – bei letzterem gelten verbindliche Druckpflichten auf vorgenannten Mustern für die Notare. Das VVZ umfasst zukünftig in vergleichbarer Weise Daten zu Verwahrungsmassen, zu den Geld- oder Sachverwahrungen, zu Anderkonten und Beteiligten etc.

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