Elektronisches Urkundenarchiv

Urkundenverzeichnis (UVZ) und Verwahrungsverzeichnis (VVZ)

Am 1. Januar 2022 ist das Elektronische Urkundenarchiv mit dem Urkundenverzeichnis und dem Verwahrungsverzeichnis in Betrieb gegangen. Mit diesem Zeitpunkt ist jede Notarin und jeder Notar dazu verpflichtet, das Urkundenverzeichnis (§ 55 Abs. 1 und Abs. 2 BeurkG) und das Verwahrungsverzeichnis (§ 59a BeurkG) im Elektronischen Urkundenarchiv zu führen.

Das Urkundenverzeichnis dient u. a. der Erschließung der elektronischen Urkundensammlung und ist ausschließlich elektronisch zu führen. Es ersetzt die Urkundenrolle, das Namensverzeichnis zur Urkundenrolle und das Erbvertragsverzeichnis.

Das Verwahrungsverzeichnis ist ein Verzeichnis über Verwahrungsmassen, die nach § 23 BNotO und §§ 57, 62 BeurkG entgegengenommen werden. Es ersetzt das Massen- und Verwahrungsbuch, die Anderkontenliste sowie das Namensverzeichnis zum Massenbuch für Verwahrungsmassen, die ab dem 1. Januar 2022 entgegengenommen werden.

Elektronische Urkundensammlung

Am 1. Juli 2022 wird auch die elektronische Urkundensammlung in Betrieb genommen. Dann sind alle ab diesem Zeitpunkt errichteten Urkunden gemäß § 56 Abs. 1 BeurkG in die elektronische Form zu übertragen (scannen) und in der elektronischen Urkundensammlung (§ 55 Abs. 2 BeurkG) zu verwahren.

Die elektronische Fassung der Urschrift wird der Urschrift in Papierform gemäß § 45 Abs. 2 BeurkG gleichgestellt, sodass Ausfertigungen und Abschriften dann unmittelbar von dieser elektronischen Fassung erteilt werden können.

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